Drei Personen arbeiten gemeinsam an einem Laptop in einem modernen Büro, während auf einem großen Bildschirm im Hintergrund schematisch die Oberfläche von Microsoft Dynamics 365 Business Central angezeigt wird.

Die Zukunft von KI im ERP-System

Veröffentlicht am 29. Mai 2026

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Lesedauer: 7 Minuten

Veröffentlicht am 29. Mai 2026

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Lesedauer: 7 Minuten

Die Zukunft von KI im ERP-System

Darum geht es in diesem Artikel:

Standard First wird zum Goldstandard für Skalierung

Der McKinsey-Bericht „The end of ERP as we know it“ zeigt fünf Ebenen, auf denen Künstliche Intelligenz Arbeit und Nutzen von ERP-Systemen künftig verändern wird. Gerade jetzt, wo viele mittelständische Unternehmen in Deutschland von NAV oder Business Central on-premise in die Business Central Cloud wechseln, kommt der Einzug von KI-Agenten zur richtigen Zeit. Christian Sega ordnet die McKinsey-Thesen aus der Perspektive von Tecman Deutschland ein.

Key Take Aways:

1. KI verändert ERP-Systeme schneller als erwartet

Laut McKinsey erzielen frühe Anwender von KI-integrierten ERP-Systemen bereits heute Wettbewerbsvorteile und berichten von EBIT-Verbesserungen von 5 Prozent oder mehr. McKinsey prognostiziert, dass sich der Aufwand für die Einführung von ERP-Systemen durch den Einsatz von KI-Agenten um mindestens 50 Prozent reduziert und sich massiv verkürzt. Produktivitätssteigerungen sind nicht mehr proportional zum Einsatz von Personal.

Hintergrund: Generative KI und Agentensysteme sind weit mehr als Automatisierung. Agenten übernehmen Transaktionen, die heute von ERP-Nutzern ausgeführt werden

Für Microsoft Dynamics 365 Business Central bedeutet das: Copilot ist als integrierte KI-Assistenz bereits ohne zusätzliche Lizenzkosten in Business Central eingebettet. Copilot in Business Central ist der weltweit erste KI-Assistent, der alle Geschäftsbereiche abdeckt. Automatische Bankabstimmung, Dateneingabe und Analyse in natürlicher Sprache und ein KI-gestützter Einkaufsagent sind bereits produktiv nutzbar. Dieses Angebot ist jedoch nur für Cloud-Kunden nutzbar. Unsere Empfehlung von Tecman Deutschland ist der Umstieg in die Business Cloud, um das erhebliche Effizienzpotential auszunutzen.

ERP im Wandel: vom Transaktionssystem zum AI-native ERP

1960–70er

Bestands- & Kontrollsysteme

1980er

Planungssysteme / MRP

1990–2000er

Integriertes ERP

2010er

Echtzeit- & Cloud-ERP

2020er

Composable ERP mit KI

2030+

AI-native ERP mit Agenten

ERP entwickelt sich weiter: vom reinen Transaktionssystem hin zur intelligenten, KI-gestützten Entscheidungsplattform.

Timeline zur Entwicklung von ERP-Systemen von Bestandslösungen bis zu AI-native ERP mit KI-Agenten.

2. Das Konzept „Headless ERP“

Das agentenbasierte Betriebsmodell führt dazu, dass Architektur und Betriebsmodell untrennbar miteinander verbunden werden. Kernaussage des McKinsey Reports ist die These: ERP-Systeme werden „headless“. Gemeint ist damit: Das ERP-System bleibt als Grund-Architektur bestehen. Die Bedienung erfolgt jedoch über KI-Agenten, Assistenten oder semantische Oberflächen.

Die klassische Bildschirm-Transaktion, bei der Mitarbeitende Daten eingeben, wird durch KI-Agenten ersetzt. Diese treffen Entscheidungen und orchestrieren Prozesse end-to-end. Agenten werden bereichsübergreifend Zusammenhänge erkennen und konsistent handeln. Das ERP-System wird zu einem selbst-lernenden Steuerungssystem, das ausführt, sich selbst überprüft und anpasst.

Gleichzeitig werden Prozesse stärker auf den Menschen ausgerichtet. Es werden Fachkräfte benötigt, die sowohl über betriebswirtschaftliches Know-how als auch über Verständnis für KI verfügen, um die Leistung der Agenten zu bewerten und zu steuern.

Aufgabe der Mitarbeitenden wird es sein, Ziele und Aufträge vorzugeben:

  • „Welche Kundenaufträge sind gefährdet?“
  • „Welche Bestellungen müssen priorisiert werden?“
  • „Welche Lagerartikel verursachen gerade Engpässe?“
  • „Welche Rechnungen sollten geprüft werden?“

3. Die 5 Ebenen eines KI-fähigen ERP-Systems

Gleichzeitig warnt McKinsey vor einem häufigen Denkfehler: Wenn KI Zugriff auf die Daten bekommt, kann sie auch auf einem bestehenden ERP-System arbeiten.

Agentenbasierte KI benötigt jedoch eine saubere, strukturierte Datenbasis, damit alte Fehler nicht repliziert werden. Der Tecman Deutschland Ansatz „Standard first“ macht sich hier bezahlt.

Vor der Migration in die Business Central Cloud erfolgt eine Datenbereinigung. Der ERP-Kern bleibt standardisiert und sauber. Erweiterungen kommen über AppSource, nicht durch individuelle Tiefenentwicklungen. Standard first in Business Central ermöglicht automatische Update und Skalierbarkeit auf einer sauberen Datenbasis.

Die 5 Ebenen eines KI-fähigen ERP-Systems

Nutzen

  • Vertrauen, Kontrolle, Auditierbarkeit
  • Konsistente Entscheidungen
  • Entlastete Mitarbeitende
  • Automatisierung über Prozessgrenzen hinweg
  • Transparenter Business Impact

Ein KI-fähiges ERP braucht mehr als einen Assistenten an der Oberfläche: Die Grundlage bleibt ein sauberer Core mit klaren Daten und Prozessen.

Infografik mit fünf Ebenen eines KI-fähigen ERP-Systems von Clean Core bis Wertsteuerung.

4. Wirtschaftlichkeit von ERP-Systemen durch KI auf dem Prüfstand

Einer der wichtigsten unmittelbaren Vorteile für KMU durch KI betrifft die Kosten der ERP-Einführung. Laut McKinsey investieren große Unternehmen zwischen 100 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar in ERP-Migrationen.

Im deutschen Mittelstand werden je nach Microsoft-Partner und Größe des Projekts zwischen 50.000 und 300.000€ Kosten für eine Implementierung von Microsoft Dynamics 365 Business Central aufgerufen. McKinsey prognostiziert nun, dass sich Kosten und Dauer der Einführung durch KI um die Hälfte reduzieren.

Tecman Deutschland setzt die Vision von McKinsey bereits erfolgreich um. Das Tecman Deutschland Angebot SimplifyBC liefert die Einführung der Business Central Kernmodule ab 25.000€ zum Festpreis innerhalb weniger Wochen – inkl. Schulung und Service. Laut Forrester Research amortisieren sich die Einführungskosten von Microsoft Business Central zudem bereits nach sechs Monaten, während die Produktivitätssteigerung in den ersten drei Folgejahren nach der Einführung um 50% zunimmt.

Für KMU in Deutschland sind das sehr gute Neuigkeiten. Typische Migrationsprojekte von Nav in die Business Central Cloud dauern je nach Tiefe der Anpassungen ca. neun Monate oder länger. Mit KI-Unterstützung verkürzt sich dieser Zeitraum enorm. Gleichzeitig unterstreicht McKinsey die Bedeutung von Change Management.

Auch das bestätigt unsere Erfahrung bei Tecman Deutschland. Nicht die Technologie, sondern die Menschen und ihre Bereitschaft, neue Arbeitsweisen anzunehmen, sind erfolgsentscheidend. In unseren Schulungen bilden wir Business Central Key User aus, die als interne Multiplikatoren ihr Wissen und ihre Begeisterung für Business Central weitergeben. Unsere Philosophie: Digitalisierung soll Teams entlasten und Zusammenarbeit stärken.

Wie KI ERP-Projekte beschleunigt

Design & Konfiguration

KI unterstützt bei Zielprozessen, Designempfehlungen und Systemkonfiguration.

Testing & Qualitätssicherung

KI generiert Testfälle, führt Tests aus und dokumentiert Ergebnisse.

Training & Enablement

KI erstellt rollenbasierte Schulungsinhalte und unterstützt Anwender im System.

KI beschleunigt nicht nur Prozesse im laufenden Betrieb, sondern kann auch ERP-Einführungen und Modernisierungsprojekte deutlich effizienter machen.

Infografik zu Einsatzfeldern von KI in ERP-Projekten wie Design, Testing und Training mit Effizienzvorteilen.

5. Build oder Buy: Wertschöpfung durch Standardisierung

Wie bei jeder Technologieneuheit stehen auch beim Thema KI Unternehmen vor der Frage: Kaufen oder selber machen?

Eigene Agenten- oder Datenplattformen bieten zwar hohe Flexibilität und ermöglichen es, gezielte Problemstellungen mit KI zu bearbeiten. Für differenzierende Prozesse, mit denen Wettbewerbsvorteile erzielt werden, ist der Ansatz sinnvoll.

Im ERP-Markt bewegt sich der Trend jedoch stark in Richtung Standardisierung.

McKinsey unterstreicht: Im ERP-Umfeld ist das Engineering-Modell langfristig nicht skalierbar, da die Zielsetzung der meisten Prozesse nicht Differenzierung, sondern Effizienzsteigerung ist. Nur durch standardisierte Prozesse ist Skalierbarkeit und damit Wertschöpfung möglich.

Für KMU heißt das: Nicht jede KI-Lösung muss selbst gebaut werden. Im ERP-Markt ist der Standard die wirtschaftlichere Lösung. KMU profitieren von durchgängigen KI-ERP-Systemen, die Datenkern, Geschäftsmodell und Prozesse aus einer Hand bieten und end-to-end abbilden.

Das bestätigt unsere Sicht von Tecman Deutschland. Microsoft investiert massiv in die KI-Integration über sein gesamtes Ökosystem. Copilot, Power Platform, Azure OpenAI, Teams und Outlook sind bereits tief mit Business Central verknüpft. Wer Business Central in der Cloud betreibt, ohne komplexe Eigenentwicklungen, profitiert automatisch von jeder neuen KI-Funktion, die Microsoft herausbringt.

Fazit: ERP-System wird selbst-lernendes Steuerungssystem

Der McKinsey Report zeigt: KI wird die Arbeit mit ERP-Systemen grundlegend verändern. Nutzer werden weniger in klassischen Masken arbeiten, während KI-Agenten Prozesse managen. Das ERP-System wird zu einem selbst-lernenden Steuerungssystem, das ausführt, sich selbst überprüft und anpasst. Wertschöpfung wird damit transparenter. Eine modernes Cloud-ERP-System, standardnahe Prozesse und eine saubere Datenstrategie sind entscheidend, um in Zukunft rechtzeitig Wettbewerbsvorteile zu erzielen. KMU, die früh mit KI-getriebenen ERP-Systemen arbeiten, erzielen bereits jetzt Wettbewerbsvorteile. ERP-Projekte werden deutlich günstiger und schneller.

ERP-Modernisierung

Wie KI-fähig ist Ihre aktuelle ERP-Landschaft?

Sie möchten prüfen, wie KI-fähig Ihre aktuelle ERP-Landschaft ist oder wie der Weg in ein modernes Business Central System aussehen kann? Dann sprechen Sie uns an. Gemeinsam bringen wir Struktur in Ihre ERP-Modernisierung.

Darum geht es in diesem Artikel:

Autor

Christian Sega

Whitepaper

Clean Core für Business Central

Praxis-Leitfaden zur KI-fähigen ERP-Basis.

Unsere Auswahl
  • Öffentliche Förderung der Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen

    20. August 2025

    Digitale Transformation

Unsere Auswahl

  • Künstliche Intelligenz in Business Central – Unterstützung ohne Science-Fiction

    22. Mai 2025

    Digitale Transformation

Über den Autor

Christian Sega

Christian Sega ist CEO von Tecman Deutschland und Experte für moderne Unternehmensprozesse mit Microsoft Dynamics 365 Business Central. Sein besonderes Interesse gilt dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im Microsoft-Ökosystem und der Frage, wie Unternehmen KI sinnvoll in ihren Arbeitsalltag integrieren können. In seinen Beiträgen teilt er seine Perspektive auf ERP, Digitalisierung, KI und zukunftssichere Lösungen für den Mittelstand.

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Junger Geschäftsmann hält einen Laptop in seiner Rechten Hand und lächelt fröhlich in die Kamera.